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Auftakt Reitsaison 2009
Gastreiter Herzlich Willkommen

Wir bringen von Mitglied zu Mitglied eine Stafette und werden so bis zum Herbst vielleicht die Mehrzahl unserer Mitglieder besucht haben.

Rittberichte, Kilometer, Teilnehmer und Besonderes oder Abenteuerliches werden im Stafettenbüchlein vermerkt und bestimmt wird auch der Reiter mit den meisten Ritt-Kilometern im Herbst gekürt!

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 01 Frauenhain - Würdenhain

Bereits Anfang Mai wird die Stafette von Frauenhain nach Würdenhain weiter gereicht. Das wird ein kurzer Tagesritt sein, Anmeldungen jeweils an den Veranstalter des Startortes, Abends endet der Ritt wieder in Frauenhain.

Datum: 22.05.2009

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 02 Würdenhain - Döllingen

Von Würdenhain geht es in Richtung Döllingen – auch ein Tagesritt, der abends wieder in Würdenhain endet.

Datum: 01.06.2009
Kilometer: ca. 30 km

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 03 Döllingen - Rückersdorf - Doberlug-Kirchhain

Im Juni wird es einen Tages-Ritt von Döllingen nach Rückersdorf und von Doberlug nach Rückersdorf geben. Wir hoffen auf schönes Wetter!

Datum: 20.06.2009

Durch Krankheit der Pferde musste der Weg Döllingen - Rückersdorf sportlicher Weise per Rad zurück gelegt werden. Es war eine lustige Tour. In Rückerdorf trafen wir auf die Reiter, die von Doberlug gestartet sind und haben gemütlich zu Mittag gegessen und uns die Pferdeschwemme angesehen. Die Schwemme wurde extra für Pferde angelegt. Leider lag dort mehr Müll als alles andere rum. Der Parcour, wenn man das so nennen kann war leider auch nicht richtig zu erkennen. 

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 04 Lugau - Doberlug-Kirchhain

Datum: 26.06.2009
Kilometer: ca. 32 km

Die Übergabe der Stafette sollte auf geschichtsträchtigem Boden erfolgen. Treffpunkt war die Klosterschänke in Doberlug-Kirchhain. Alex kam kurz nach 19.00 Uhr mit Ihrem, wie immer entwaffnenden Lächeln, und dem lieben Olov im Huckepack durch die Pforte. Herr von Rein servierte Berliner Weise mit Schuß, denn ein bisschen feierlich soll es doch sein, oder.  Wir drehten dann noch eine kleine Runde über das Schloßareal mitsamt dem Refektorium und begaben uns  wieder in Richtung  Katrins Koppel.  

Wir dachten uns, Lord und Olov, das wird schon klappen für 2 Nächte, da wir ja am Sonntag die Stafette nach Werchau bringen wollten. Tatsächlich wurde nur einmal geschnuppert, und dann Kopf runter. Eine echte Männerfreundschaft war geboren. Überhaupt ist Olov ein ganz tolles Pferd, man hat richtig gesehen, das die Ritte ihm Spaß gemacht haben. 

Entgegen unserem sonstigen Verhalten haben wir gar nicht mehr so lang gequatscht, denn am nächsten Tag war Kaltblutrennen in Brück, und da wollten wir fit sein. 

SR. 

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 05 Doberlug-Kirchhain - Werchau

Datum: 28.06.2009
Kilometer: ca. 32 km

Wir sind: Katrin mit Cheyenne, Alex mit Olov und Susanne mit Lord.

Wir haben: einen Auftrag: Abliefern der Stafette in Werchau.
Losgeritten sind wir pünktlich, nur angekommen sind wir 3 Stunden zu spät. Außerdem musste Alex, unser Küken, ganz schön bluten. Tja, Pech gehabt, wenn man mit zwei so perfekten Grazien reitet. Noch nicht einmal am Mittagstisch hat sie ihre Ruhe gehabt. Das könnt ihr an den wilden Verrenkungen von Katrin in Buchhain nach dem Mittagsmahl sehen. Sieht bisschen aus wie Woodoo-Zauber, soll aber Alex Geraderichtung auf dem Pferd verbessern.

Wichtiger Hinweis: Denkt an den Onkel vom Lehrgang! Fahrt die Wege vorher ab. Was heute ist, kann morgen schon ganz anders aussehen! So erlebt, auf einem öffentlichen Feldweg, als dieser in den Koppelbau integriert war, und kein Umreiten wegen Meliorationsgräben möglich war.

Auch kann, was im vorigen Jahr noch ein schöner, sandiger Sandweg war, in diesem Jahr ein Rapsfeld sein.

Wir geloben: uns eventuell zu bessern. Das die Pferdeanhänger zwecks Abholung eher da sind als die Reiter, ist unentschuldbar. Naja, die Welt dreht sich aber nun mal, und auch der Jesnigker Bauer will ja seine Kuh fett kriegen. Sieht aber von weitem auch ganz nett aus, wenn so ein Pferdeanhänger über Land rollt.

Resümee: Stafette übergeben, Frau Rappi hat ihr Heu drin, Katrin hat es fertiggebracht, uns mit einer völlig zerschlissenen Karte fast 40 Kilometer weit zu führen, und am Ende gab es noch Schnittchen, Kaffee, Kuchen und Rotkäppchen. Muß schon ein komisches Gefühl für die Männer gewesen sein, die Schnittchen geschmiert zu bekommen und bedient zu werden. Aber bitte nicht daran gewöhnen. SR

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 06 Werchau - Herzberg

Datum: 05.07.2009 / Start: 10.00 Uhr
Kilometer: 36 km

Frau Rappi aus Werchau hatte die schwere Bürde, die böse, böse Stafette, die sie jeden Morgen von ihrem Dielenschrank anlächelte, nach Herzberg zu bringen. Gott sei Dank gesellten sich noch 4 gute Feen hinzu, um sie mit ihrem wilden Nico zu unterstützen.

Es waren: Annette mit „Cora“ (war am Morgen wieder sauberer als „Monique“,
deswegen),
Katrin mit „Cheyenne“,
Scarlet von Veh mit „Pauline“ und
Susanne mit „Lord“.

Pauline, ein riesengroßes, wunderschönes, fuchsfarbenes Schlachtschiff, wo unsereiner als Ponyreiter automatisch den Kopf einzieht, wenn sie von hinten angaloppiert kommt.

Die Werchauer voll motiviert, sitzen schon vor dem Losreiten auf dem Pferd. Aber Mädels, entspannt Euch! Das kennen wir sooo nicht! Erst mal ein kurzes Pläuschchen mit der Chefin des Hofes und natürlich ein Käffchen. Und dann, zu meinem Leidwesen, fangen die Damen erst mal an einen Weg herauszusuchen (Bild 1). Am Abend vorher, oder 3 Tage vorher, aber ganz vorher? Und das mir als Perfektionist!

Annette wurde auch gleich angemacht. „Eh, wusste gar nicht, das Du reitest.“ Als Saniman kann man ja so einen Spruch immer loslassen, so`ne „Uniform“ präsentiert ja immer was. War aber nur ne Verwechslung. Kaffee wurde uns auch versprochen, hat es auch noch nicht gegeben, wird es wohl auch nie geben (Bild 2 und 3).

Wir ritten also los. Nico immernoch sehr gut beieinander, seht her, mein Haar ist das schönste, ich hab das eigentlich nicht nötig, hier mitzulaufen. Pauline wider Erwarten, passte sich optimal in die Gruppe ein. Cheyenne immer auf Abstand für ihr Hinterteil bedacht, Cora, ja, das Leben ist schön, und Lord, mmh, schon wieder so weit! Kann ich nicht einfach nur auf meiner Koppel stehen bleiben?

Es ging Richtung Dubro, wo der Alkoholverbrauch zu DDR-Zeiten sehr hoch gewesen sein soll, ich möchte sogar das Wort abnorm gebrauchen. Es ging über Waldwiesen, die gerade jetzt in wunderschönen Farben blühen (Bild 12 und 13). Kleine Seen und klare Bäche säumten die wunderbaren Reitwege. Und wir hatten sie alle, Fliegen, Mücken, elende Kreaturen, die unseren Pferden und uns das Leben zur Hölle machten. Kein Mittel aus dem Pferdesportversand kommt dagegen an, und sei es noch so teuer.

Unsere Fotoreporterin geht jetzt neue Wege. Es gibt jetzt Kühe in Kombination mit Pferdeohren (Foto). Und dann wieder Kühe, immer wieder Kühe.

Über Elsterbrücke und Kaxdorf kamen wir nach Grochwitz, wo ja bekanntlich der Tierpark ist. Dort gab es Schwäne und sogar mit Jungen. Das hätte einen Spaß gegeben, wenn die aufgestiegen wären.

Sehr herzlich empfangen wurden wir im Reitstall von Bettina Marsch und Kai Jahnke. Die Pferde wurden versorgt , die Stafette wurde übergeben, und Kai schmiss den Grill an. Am schön gedeckten Tisch, im Hintergrund das wunderschöne Fachwerkhaus, aßen wir zu Mittag. Und es gab dann auch noch ein Überraschungseis. Annette wollte noch prüfen, ob die Katze ausgestopft ist, und es stellte sich heraus, sie war echt (Bild 40). Fohlen und Pferde auf der Koppel wurden noch begutachtet, und dann ging es auf den Rückweg. Pauline muss diesen Weg in der Vergangenheit schon einmal gegangen sein, denn sie hatte plötzlich einen bombastischen Schritt.

Wir ritten über Jesnigk, und wir lernten mehr über das Leben und Wirken unserer Gastgeberin kennen. Wir sahen Ihre ehemalige Schule (leider dem Verfall preisgegeben), den Schulraum der 4. Klasse, den Ort wo sie ihren 60m-Lauf absolvierte. Wenn das so weitergeht mit dem Verfall der Schule, und Du mit Deinem Nico doch noch zu Olympischen Ehren kommst, wird man dort keine Stele mehr anbringen können, liebe Katrin. Das ist das, was mir ein wenig Sorgen bereitet.

Vorbei ritten wir an der Koppel der Jesnigker Agrargenossenschaft, wo alle Bullen auf ihren Einsatz warten. Sehr eindrucksvolle Tiere. Leider sind die Bilder alle sehr verwackelt.

Das Highlight sollte eigentlich die Besichtigung des Jagdhauses sein. Auf dem Hinweg schon nicht gefunden, ist es uns auf dem Rückweg auch verwehrt geblieben. Ja, das ist also noch offen. Dafür haben wir dann noch Werchau kennengelernt.

Die Kirche, ein rechteckiger Feldsteinbau mit Satteldach aus der ersten Hälfte des 14. Jhdt.

Das ehemalige Rittergut und spätere Volksgut mit der heute noch funktionierenden Brennerei Puhlmann. Von 14 AK zu DDR-Zeiten sind noch 2 übrig geblieben. Hier hat unsere Katrin übrigens den Beruf eines FA für Spirituosen und Hefe erlernt, im Volksmund Schnapsbrenner genannt. Leider macht das Rittergut einen sehr traurigen Eindruck, so dass ich für das Anbringen der Stele da auch meine Bedenken habe. Da wäre aber noch das Elternhaus, was Katrin weder für Mallorca, noch für Dublin eintauschen würde. Ja logisch, bei den Reitwegen.

Zum Abendessen gab es dann noch eine Werchauer Spezialität. Waffeln mit gekochten Eiern und Kräutersalz. Die Waffeln unbedingt mit Quark zubereiten, dann werden sie schön locker.

Annette hat jetzt die Tierfotografie für sich und uns entdeckt. Ab Bild 50 nur noch Bilder von Katrin`s Ranchtieren.
War ein schöner Tag, aber das Forsthaus ist noch offen, und die Reitwege sind klasse....

SR

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 07 Herzberg - Beyern

Von Herzberg nach Beiersdorf als Tagesritt.

Datum: 16.08.2009 / Start 10.00 Uhr
Kilometer: ca. 28 km - viele Wald- und Feldwege

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 08 Beyern - Adelwitz & Brottewitz - Adelwitz

Datum: 04.10.2009 / Abritt 10.00 Uhr
Kilometer: ca. 25km
Reiter max.: 5

Brottewitz - Adelwitz

Zweck der Übung war die Übergabe der Stafette von Katrin Müller aus Beyern an Sandra Stamm Brottewitz. Ziel war Adelwitz in Sachsen (ja, das Ausland). Also hieß es Reisepässe einpacken!
Bei ordentlich stürmischen Herbstwetter starteten Susi auf Verflixte (Trakehner), Frank auf Sareff (Arabisches Vollblut) und Sandra auf Bandit (Trakehner) in Brottewitz gegen 10:15 Uhr unseren Ritt. Vor uns lagen ca. 10 km wunderschöne Reitstrecke die hauptsächlich an der Elbe entlang liefen. Das bedeutete nicht nur landschaftlich reizvoll sondern auch, dass die Pferde endlich mal wieder ihre Beine strecken durften. Da wir ja leidenschaftliche Araberreiter sind, war der Sturm nicht lästig. Denn wie schon lautet das Sprichwort aus dem Koran: „Araber, Trinker der Lüfte…“.
Die Strecke führte von Brottewitz zuerst nach Altbelgern und dann weiter nach Stehla. Stehla liegt ganz nah an der Elbe und meistens sind die Elbwiesen dort vollständig eingekoppelt und mit Schafen und Rindern besiedelt. Aber wir hatten Glück, ein schmaler Weg war offen und wir konnten ungehindert weiter reisen. Ohne Probleme ging es dann weiter nach Tauschwitz. Tauschwitz wurde 1295 erstmals urkundlich erwähnt. Im Mittelalter gehörte er zum Kloster Mühlberg und bis 1928 zum Kreis Liebenwerda. Tauschwitz ein kleiner Ort in Sachsen, wo Fuchs und Hase sich „Gute Nacht“ sagen und es nur vier Häuser, fünf Spitzbuben und eine kleine Kneipe (wo´s lecker schmeckt) gibt. Aber wir hatten keine Zeit, schließlich wollten wir nach Adelwitz. Vorbei gings am Gut Ottersitz, welches der Familie Schmitthusen gehörte aber schon lange nicht mehr bewohnt wird. Inzwischen ist das Gut schon sehr stark verfallen, hat aber von seiner eigentlichen Schönheit, bedingt auch durch seine elbnahe Lage, noch nichts verloren. Gegen 11:30 erreichten wir Köllitsch.
Köllitsch hat eine sehr interessante Geschichte. Entstanden ist Köllitsch aus den Orten Köllitzsch und Korgitzsch. Nach der Bodenreform gingen die Ländereien des Gutes als Staatsdomäne in Volkseigentum über. Hier erfolgte die Gründung einer Betriebsberufsschule. Heute ist Köllitsch Teil des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie. Die Hauptaufgaben sind jetzt die Überbetriebliche Ausbildung und die angewande Forschung sowie Beratung im Landwirtschaftlichen Bereich. Ihr wollte mehr erfahren… www.smul.sachsen.de/lfl/270.htm.
Nun lagen noch gute 1,5 km vor uns die wir schnell hinter uns brachten. Pünktlich 12 Uhr, gut durchgelüftet, ausgestreckt und super gelaunt kamen wir in Adelwitz an. Dort suchten wir einen Rastplatz für unsere Pferde und uns und dann gings zum Essen und Getränke ordern ins Rittergut Adelwitz. Die erste Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahre 1314. Das Rittergut wird erstmalig 1553 unter Odalitz im Kirchenbuch von Blumberg erwähnt. Nachdem es im Dreißigjährigen vollständig niederbrannte wurde es wieder aufgebaut. Nach vielen Besitzern wurde es 1945 enteignet und ging in den Besitz der Gemeinde Arzberg. 1990 kaufte Familien Langbein das Gut und begann es wieder neu aufzubauen. Jetzt findet man dort eine Technologiezentrum für innovative, physikalische und chemisch-biologische Projekte, ein Technologie- und Kongresszentrum, mit Hotel und einem breiten Freizeitangebot sowie einer sehr ansprechenden Gastronomischen Betreuung. Diese konnten wir dann auch in vollen Zügen genießen, bevor wir gegen 14:00 Uhr den Rückweg antraten. Die Reiter diesmal:
Susi auf Verflixte, Karen auf Sareff und Micha auf Bandit. Leider waren wir pferdetechnisch etwas eingeschränkt durch Erkrankung und Fohlen bei Fuß. Deshalb entschlossen wir uns, die Strecke brüderlich zu teilen.

Auch der Rückweg ging ohne Probleme vonstatten, wenn auch nicht so zügig, da einige Reiter leider nur mit einer Pionierblase ausgestattet sind.

Ankunft war um 16:00 Uhr nicht geschafft aber glücklich und in froher Erwartung von Hafer, Heu, Kaffee und Eierkuchen. Wer was bekam bleibt Eurer Fantasie überlassen.

Ein absolut gelungener Tag, den wir wiederholen werden. Alle Bilder findet Ihr unter www.sweet-arabians.de.

Sandra Stamm
Die ausführlichen Informationen zu Ostelebien und den Orten die wir durchritten haben findet Ihr unter www.ostelbien.de.
 

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Beyern - Adelwitz

Offene Landschaften, der DTSB der DDR, fehlende LAOLA-Welle und Fangtechniken zur Ergreifung eines EMU Der DTSB der DDR, gegründet 1957 als letzte Massenorganisation der DDR, in der Praxis unmittelbar angeleitet durch das ZK der SED, ist allgegenwärtig. Zuständig für die Abteilung Sport waren Erich Honecker (bis 1971), Paul Verner (1971-84) und Egon Krenz (1984-89). Nun weiß ich nicht genau, was sich in dem Gebäude am Ortsausgang von Beyern mit dem Emblem des DTSB befindet. Vielleicht ein letztes, kleines, einsames Büro? Oder soll es gar ein Museum werden? Nun, die sportlichen nationalen und internationalen Erfolge sind nicht von der Hand zu weisen! Und was man dafür alles so einnehmen musste, wird auch nie herauskommen. Mit Fragen wendet Ihr Euch also bitte an unsere Gastgeberin Kathrin mit h, die ja in Beyern, einem Ortsteil von Falkenberg/Elster im südbrandenburgischen Landkreis Elbe-Elster der Liebe wegen beheimatet ist. Sie bewohnt dort mit ihrer Familie ein viel zu großes Haus (große Fläche – viel Saubermachen!), woran sich im hinteren Teil ein parkähnliches Gelände anschließt, auf welchem sie ihre Pferde Billy (ein Paint Horse mit schönem, mächtigen Hinterteil, welches sich gern artikuliert) und „Cora“ (Vollblut-Trakehner-Holsteiner-Mix) beherbergt.

Am 04.10.2009 wollten wir die Stafette an das Team Sandra in Adelwitz übergeben. Eingeflogen zum Ritt waren: Ute mit „Julio“, Jürgen mit „Giggolo“, Annett mit „Monique“, Alex mit „Olav“, Kathrin mit „Billy“ und
Susanne mit „Lord“.

Auf dem Weg nach Rehfeld ging das mit dem parkähnlichen Gelände erst einmal weiter. Schöne Mischwälder, gute Reitwege. Leicht hügelige Landschaft, ähnlich des „Schweinert“, säumte unseren Weg. Dann wurde der Weg aber schlechter und war gesplittet! Und warum war das so? Weil ein blaues Schild mit weißem Reiter den Weg kennzeichnete, ist doch logo, oder? Wer denkt sich nur so was aus?

Es fing dann auch für längere Zeit an zu regnen, aber wir sind ja der Meinung, wenn man sich erst einmal den Regenmantel überstülpt, hört es gar nicht mehr auf. Alex und ich schwören jetzt auf unsere Hightech-Bekleidung (Gore-Tex). Außerdem war an dem Tag so ein Wind, dass fast keine Kommunikation auf freiem Feld möglich war, und unsere Sachen schnell wieder trocken waren. Alex ist pferdetechnisch familiär vorbelastet, denn ihr Opa war im 2. Weltkrieg bei den Pionieren. Für die Heimreise aus den Kriegswirren „lieh“ er sich Pferde, die er von Zeit zu Zeit von der Weide weg „tauschte“ und kam so ohne Sattel, aber mit Pferd aus Russland zurück.

In Rehfeld-Bahnhof angekommen, fuhren natürlich 2 Züge hintereinander, wo sonst wahrscheinlich selten ein Zug kommt. Die Pferde standen an dieser Bahnschranke wie Ast, ja, wir sind eine „Zierde für den Pferdesport“.  Weiter ging es nach Rehfeld-Siedlung, wo nur einige Häuser stehen und etliche Pferde auf der Koppel. Rausgekommen sind wir dann auf der B 183.

Ich liebe es ja, auf der B 183 nach Torgau zu fahren. Schnelles Auto, schönes Zigarettchen, Musik, je nach Stimmung, und dann Gegend gucken. In Graditz vielleicht so ein heißes Rösschen auf der Koppel erspähen ... Ganz wuschig macht mich dann, wenn ich die Abfahrten links und rechts lese, da überkommt mich dann so ein starkes Gefühl, dass ich das mal kennenlernen muss (schlecht ist nur, das dem Fahrer zu erklären). Nun war es aber mal so weit. Wir überquerten die B 183 und ritten gen Nichtewitz. Wunderbar.

Entlang der „Alten Poststraße“ Torgau - Dresden ritten wir durch diesen netten Ort, hielten uns dann rechts, und kamen quasi von hinten über einen Berg wieder in den Ort, ins Mühlenviertel. Vor uns zwei beeindruckende, nur noch in den Fragmenten stehende, aber immer noch wunderschöne Windmühlen. Und, der Kontrast könnte nicht größer sein, in kurzer Entfernung ein Wohnblock aus der DDR.

Hier in meiner näheren Umgebung gibt es zwei Beispiele, wie Menschen in Eigeninitiative ihre Mühle auf dem Hof wieder ansehnlich gemacht haben.

Bin erst heute wieder eine längere Strecke mit dem Hund durch den Buchhainer Forst Richtung Oelsig gefahren, und dachte auf gerader Strecke, ich entdecke einen Urvogel oder ähnliches. War aber nur der Flügel eines neuzeitlichen Windrades. Gott sei Dank ist man ja auch nicht mehr allein im Wald, denn man kann ja diesen „Flügelschlag“ immens weit hören.

Bei Arzberg überquerten wir die Landstraße. Leider muss ich fast einen Fall von Sachbeschädigung vermelden. Da ja auf dem linken Fahrbahnrand mehrere Krokodile lauerten, versuchte der große Braune sich mit dem Hinterhuf zu verteidigen. Ein Straßenbegrenzungspfeiler aus Polyvinylchlorid, hielt dieser Attacke stand. Leicht hätte ein volkswirtschaftlicher Schaden von 300 Euro entstehen können.

Über abgeerntete Felder und mit Winden, bei denen keine Unterhaltung auch nur ansatzweise zustande kommen konnte, erreichten wir das wunderschöne Rittergut Adelwitz. Es ist ein sehr beeindruckendes, durch seine Größe und Komplexität einmaliges Kleinod. Als langgestreckter, zweigeschossiger Barockbau 1772 erbaut, beherbergt es momentan ein Technologiezentrum, einen Ausbildungs- und Reitstall sowie das Hotel und Restaurant der Familie Langbein.

So, nun hatte ich mindestens mit einer Laola-Welle oder einem Piccolinchen zur Begrüßung vom Team Sandra gerechnet. Aber weit gefehlt, in der letzten Ecke hatten sie sich verkrochen. Dies war allerdings auch die beste Lösung, denn im Kräuter- und Nutzgarten, beim Zertrampeln der Erdbeerpflanzen, hatte man die Pferde gut im Blick, was ja das Reiterherz immer sehr beruhigt. Danach erfolgte erst einmal eine eingehende Auswahl aus der reichhaltigen Speisekarte. Das Essen schmeckte natürlich hervorragend. Die Familie Langbein, die eine sehr lange, familiäre Bindung zum Rittergut hat, übernahm 1991 die Ruine, und baute sie zu diesem sehr ansprechenden Haus aus. Ich glaube nicht, dass es dieses Gebäude noch geben würde, wenn die Familie Langbein nicht ihre ganze Liebe dort eingebracht hätte. Falls Ihr mal heiraten möchtet, ist dort der richtige Ort dafür! Ich salutiere auch vor dem Eingang mit Röschen, falls Ihr das möchtet. Wir könnten auch eine sogenannte Konfetti-Patroullie stellen, bestehend aus Olav, Billy und Lord. Konfetti, weil bunte Mischung!

Nach dem Essen erfolgte die feierliche Übergabe der Stafette von Kathrin an Sandra, und Team Sandra entschwand in der Ferne mit drei Pferden und fünf Reitern.

Unsere Rücktour ging wieder über abgeerntete Felder, mit schönen Galoppeinlagen, die sich natürlich anboten. Bei Kötten überquerten wir wieder die B 183, und Annett stellte uns vor nie geahnte Herausforderungen. Am Vortag ist sie mit ihrem Mann Steffen die Strecke schon einmal abgefahren, und bei dieser Gelegenheit spurtete am Feldrand ein EMU mit ihnen um die Wette. Da war natürlich das Staunen groß. Wir natürlich überlegten nun, wie wir diesen Laufvogel fangen könnten, falls er uns Reitersleuten begegnen sollte. Wie erklären wir es unseren Pferden, dass da ein schnellfüßiger Neu-Holländer (wissenschaftlicher Artname) mit einer Körperhöhe von 150 – 190 cm und bisweilen tiefen, durchdringenden und dröhnenden Rufen bis in eine Entfernung von 2 km, eventuell unseren Weg kreuzen könnte? Die Fangmethode sollte folgendermaßen ablaufen. Verwegene Annett: Ergreifen des Vogels und Fixieren des Halses. Der am nahesten befindliche Reiter: Ergreifen der Füße, und Fesseln der Füße. Abtransport des Vogels nach Borschütz (PKW–Steffen). So weit so gut die Grobplanung, aber der Kollege tauchte nicht auf.

Vor uns zeitweilig recht unattraktive Kiefernwälder mit viel Müll. Je weiter wir in den Wald hineinkamen, umso schöner wurde es wieder. Klasse Mischwald, gute Reitwege. Durch doppelte Naviführung (Kathrin und Annett), erreichten wir nun nach Bahnhof und Siedlung, Rehfeld-City. Also über Rehfeld können wir jetzt was erzählen, da kennen wir uns aus. Von Rehfeld bis Beyern ist es dann nur noch ein Katzensprung.

Pferde versorgen, und dann noch ne` Runde klönen bei Kathrin. Dann hieß es Aufbruch, denn trotz zeitigen Eintreffens am frühen Morgen, sind wir wieder mal nicht so richtig losgekommen. Ach, übrigens, was unterscheidet den Reiter vom Angler? Der Reiter steht halb sechs auf, der Angler kommt halb sechs nach Hause.
SR
 

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 09 Brottewitz - Frauenhain

Datum: 11.10.2009 / Abritt 10.00 Uhr / Brottewitz, Frauenhain
Kilometer: ca. 30km
Anmeldung: SandraStamm@web.de

Start: Brottewitz
Ziel: Nieska

Grund der Reise: Übergabe der Stafette an Michael Bischoff aus Frauenhain und damit Beendigung der Stafettenritte für 2009.

Teilnehmer:
Frank Püschel auf Sareff (Vollblutaraber)
Michael Kurbatsch auf Bandit (Trakehner)
Karen Schulz auf Ghorra (Vollblutaraber)
Susi Pielock auf Verflixte (Trakehner)
Sandra Stamm auf Skabea (Vollblutaraber)

Nachdem wir letzte Woche die Stafette aus Adelwitz abgeholt hatten, haben wir uns entschlossen gleich in dieser Woche die Stafette weiter zu geben an Micha. Ebenso war es Stafettenmäßig unser Abschlussritt und der sollte natürlich auch was besonderes werden. Leider zeigte sich der Wettergott am Wochenende nicht so freundlich. Am Sonntagmorgen gab´s noch einen ordentlichen Regenguss, also entschieden wir uns für wetterfeste Kleidung. Schließlich gibt es kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung. Wasserfest und wie immer gut gelaunt zogen wir bei etwas windigem aber trockenem Wetter los.
Zuerst ging es von Brottewitz in Richtung Langenrieth. Alles schöne Feldwege, so dass wir zum „warm werden“ nicht nur Schritt sondern auch Trab und einen Galopp zum Auflockern machen konnten. Langenrieth, ein kleiner gemütlicher Ort, der 1323 das erste Mal erwähnt wurde. Seinen Namen hat es von einem Ausspruch eines Soldaten der 1547 bei der Schlacht um Mühlberg/Elbe teilnahm. Als er durch das Dorf ritt soll er gesagt haben: „Das war ein langer Ritt“.

Unser Ritt ging weiter über die Stilllegungsfläche, entlang der Strasse, nach Neuburxdorf. Der Ort entstand nach der Fertigstellung der Eisenbahnlinie Falkenberg-Riesa. 1899 erfolgte die Genehmigung zur kommunalen Selbstständigkeit durch den Deutschen Kaiser, dadurch war es vom „Mutterdorf“ Burxdorf unabhängig. Vielen ist Neuburxdorf jedoch auch durch das Kriegsgefangenenlager Mühlberg/Elbe (im 2. Weltkrieg) und durch das „Speziallager“, welches nach dem Krieg durch den sowjetischen Geheimdienst betrieben wurde, bekannt. Nach der Wende wurde diese Lager als Gedenkstätte wieder hergerichtet und ist heute für viele ein Ort der Begegnung. Als wir den Bahnübergang überquerten vermuteten wir ein Fußballspiel. Grund war eine übermäßige Ansammlung ortsfremder PKW´s. Aber nein, falsch gedacht, als wir an der dortigen Gaststätte vorbeikamen sahen wir es, das Treffen des Kingtaubenclub´s Deutschland fand statt. Wenig Flügel, viel Taube, also so richtig was leckeres zum Sonntag…

Wir zogen weiter am Tiergehege des Heimatvereins vorbei Richtung Stilllegung, Feldwege und Waldwege nach Nieska. Was nach Neuburxdorf auf uns wartete waren wunderbare Möglichkeiten für längere Trab- und Galoppstrecken, denn auch das flache Land kann absolut reizvoll sein. Besonders für Reiter sind die Möglichkeiten die wir in Brandenburg haben groß. Als da wären sandige Wege (für jeden Pferdehuf), nette Stilllegungen und lange übersichtliche Waldwege, die in Brandenburg ohne Einschränkungen genutzt werden können.

Es ging vorbei an Kosilenzien, ich glaube dem fast kleinsten Dorf der Stadt Bad Liebenwerda. Was es dort interessantes gibt? Natürlich den Burgwall mit seinem alljährlich zu Pfingsten stattfindenden Burgwallfest. Noch ganze 3 km und das Ziel war erreicht. Und diesmal ganz ohne Zwischenfälle? Ja klar, bis auf einen kleinen Ausrutscher von Sareff auf dem sehr nassen Waldboden und ein kleiner Ausflug auf die landwirtschaftliche Flur durch Verflixte an der Hundeschule Schöne, weil dort einfach zuviel los war. Und dann lag es vor uns, das wunderschöne Nieska mit seiner netten gastwirtschaftlichen Betreuung. Wir brachten unsere Pferde in den Garten, holten uns Stühle und Tisch und gaben unsere Bestellung ab. Da Micha schon sehr gut vorbestellt hatte, brauchten wir nur noch die Zahl der Essen „durchzugeben“. Das Essen war wie schon im Frühjahr sehr gut. Ca. 30 min. später kam dann Micha mit seiner Reitbegleitung an. Die Pferde chillten und wir entspannten im windstillen Garten bei Fanta und Kaffee. Um 14:00 Uhr (schon wieder? Ja!) gings in Richtung Heimat, getreu nach dem Motto „Der Weg ist das Ziel“. Die Pferde waren warm, also erfüllten wir ihre Wünsche und ließen sie laufen. Das bedeutete für uns, dass wir nicht 2 h brauchten wie für den Hinweg, sondern bereits nach gut 1,5 h die Zuckertürme von Brottewitz sahen. Entspannt und gut gelaunt kamen wir wieder zu Hause an.

Wie auch letzte Woche wartete leckeres Essen für Mensch und Pferd. Resümee: Ein absolut perfekter Ritt, der keinen Wunsch offen ließ und Appetit auf mehr macht.

Sandra Stamm

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Jeder Teilnehmer übernimmt die volle Verantwortung für sein Pferd und sich selbst. Jegliche Haftungsansprüche an Rittführer, Helfer, Gastgeber sind ausgeschlossen. Pferde gesund, haftpflichtversichert, bitte mit Pass und Impfung. Kinder/Jugendliche Kopfschutz Pflicht, schriftliches Einverständnis der Eltern über Rittteilnahme vorlegen.

Der Ritt verfolgt keine kommerziellen Ziele.
Grundsätzliche Teilnahme nur nach Anmeldung!

Bis bald
Wanderreitverein Südbrandenburg, Katrin Wieczorek

Fragen? Wie beantworten gern Fragen zum Ritt. Entweder per Telefon unter: 0160 3524552 oder per eMail: katrinwieczorek@online.de