Vom Glück der Erde...
Sandra Stamm
Geburtstag: 05.09.1970
Beruf: Diplom-Ingenieur für Landwirtschaft
Pferd/e: Meine zwei heißgeliebten Vollblutaraberstuten
El Shabans Skabea (Rappe) und Mahindra Pascha (Fuchs)
sowie unser Sonnenschein Sareff (Vollblutaraberwallach,
Schimmel). Absolute Verlasspferde, die durch dick und
dünn gehen, dabei aber immer auf Weg und Reiter achten.
Traumhafter Charakter!
Reitabzeichen/Ausbildung:
Reiterpaß, Berittführer FN, Übungsleiter, Hufpflege nach
Biernat und Rasch
Wie bist Du zum Wanderreiten gekommen?
Die Liebe und die Leidenschaft zum Pferd und
insbesondere zum Arabischen Vollblut brachten mich zum
Wanderreiten. Warum? Ganz einfach: Für mich ist es das
schönste, meine Zeit mit den Pferden zu verbringen, mit
ihnen zu leben, und drei der wichtigsten Eigenschaften
eines Arabers sind Treue, Zuverlässigkeit und starke
Verbundenheit zu seinem Menschen. Durch das Wanderreiten
kann man diese Leidenschaften ausleben. Das wundervolle
am Wanderreiten ist, dass man den ganzen Tag, meist
sogar mehrere Tage am Stück, mit seinem Pferd zusammen
ist, sein Pferd genießen kann und gemeinsam mit dem
Pferd die Natur genießen kann. Hektik, Stress und Alltag
haben keinen Platz, die Zeitrechnung ist völlig anders.
Das ist Erholung pur!
Erzähl uns von einem Deiner schönsten Ritte:
Äußerst schwierig, einen speziellen Ritt
herauszufiltern. Jeder Ritt ist etwas besonderes und
bringt immer wieder neue Erkenntnisse und viel Spaß mit
sich. Wie z.B. unser Ritt in die Sächsische Schweiz. Der
Ritt ging von Brottewitz über Riesa, Meißen, Dresden,
Pirna bis nach Dorf Wehlen. Unser Weg führte immer an
der Elbe entlang, die Kulisse war einmalig, wir lernten
unwahrscheinlich nette Menschen kennen, die uns mit
Getränken für Mensch und Pferd versorgten oder ganz
einfach glücklich waren, weil sie ein Pferd mal aus der
Nähe sehen und streicheln konnten. Aber am meisten
beeindruckten uns wiedermal unsere Pferde. Sie kämpften
sich durch dichtes Gestrüpp wenn der Weg zu Ende schien
(die Elbe führte Hochwasser und wir mussten kurzfristig
den geplanten Weg verlassen), brachten uns ohne Ängste
durch die vielbefahrenen Strassen von Dresden (noch
einmal vielen Dank an die rücksichtslosen Autofahrer auf
der Pillnitzer Landstrasse) und kletterten ohne zu
murren nach einem 35 km Ritt am Abend auch noch die
ersten kleiner Hügel in der Sächsischen Schweiz nach
oben bis zu unserem Quartier.
Wo würdest du gern mal hinreisen?
Nachdem ich mir den Ritt durch die Rocky Mountains schon
erfüllen durfte bleibt nur noch eines übrig: Einen Ritt
durch die Wüste in Ägypten. Am liebsten natürlich auf
dem eigenen Pferd. Ansonsten natürlich quer durch
Deutschland von der Ostsee bis ins tiefste Bayern.
Lebensmotto:
„Beginne im Allerkleinsten und bleibe dort. Das weitet
Deine Seele. Dann wird Großes und Größtes möglich.“ KFH
.-------------------------------------------------
|