|
Drei Tage - drei
Länder
Teilnehmer:
Ritwa Schwind, Ursula Tippmann, Katrin Wieczorek und Cordula Schladitz
sowie die drei Stuten: Mohra, Cheyenne und Grace und
der Wallach Chamalan
Zu
acht (vier Vertreter des weiblichen Geschlechts und vier Vollblutaraber im
besten Alter) machten wir uns am 15. Juni auf den Weg, um die Landschaft um
Torgau bezüglich der Reiteignung zu erkunden.
Erst
am Ende des Rittes fiel uns auf, dass unsere 3-Tage-Tour gleich durch 3
Bundesländer geführt hatte.
Start
war am 15. Juni in Loßwig bei Torgau. Leichte Bedenken bestanden im Vorfeld,
wie die Pferde die Holzbohlenbrücke in ca. 10 Meter luftiger Höhe am Torgauer
Hafen bewältigen würden.
Vorsichtig, aber ohne zu zögern ging es darüber. Auch die stark befahrene Elbbrücke war kein
Problem und dann ging es etwa 12 km immer auf den Elbwiesen in Richtung Norden.
Auf halber Strecke ließen wir den Pferden Zeit zum Grasen.
Unser Resümee - zum Reiten vorzüglich geeignet.
Um unsere
eigene Verpflegung hatten wir uns im Vorfeld nicht gekümmert. Da es aber immer
wieder nette, hilfsbereite Leute gibt, bekamen auch wir bei Schäfer Hissung ein
Wurstbrötchen auf die Hand. Dann ging es westlich entlang der Annaburger Heide
bis Groß Naundorf. Hier im
Sächsisch-Anhaltinischem war die Übernachtung bei der Trakehnerzüchterfamilie
Krause eingeplant. Voller Enthusiasmus aufgenommen, wurde am Grill über so
manches Problemchen in Pferdezüchterkreisen diskutiert.
Die Pferde hatten
inzwischen untereinander auch ihr Beziehungsgefüge geklärt, so dass es in
trauter „Acht“samkeit am nächsten Morgen weiterging. Rund um die Annaburger
Heide führte der Weg dann nach Brandenburg. Auf der Deckstation Kanitzky gab
wieder Wasser für die Pferde. Von hier an hatten wir keine gute Karte mehr zur
Verfügung, so dass es gefühlsmäßig durch die angrenzenden Wälder Richtung
Rehfeld ging.
Ein wenig enttäuschend für uns war dann doch die Wegequalität.
Die Hauptwege waren durchweg gesplittet und die meisten kleinen Nebenwege
endeten irgendwo mitten im Wald. Mit etwas Ortskenntnis wäre es wohl auch auf
schönen Wegen bis zum Hof vom Familie Röricht gegangen, aber die hatten wir
eben nicht. Auf alle Fälle bekamen die Pferde eine schöne Koppel und wir erst
mal etwas zu Trinken. Dann war Besichtigung der Trakehnerstuten mit Fohlen und
des Marbacher Hengstes Pamir I angesagt.
Wegen
der Bequemlichkeit fuhren wir zur Übernachtung dann doch nach Loßwig und erst
am nächsten Morgen wieder nach Rehfeld, um von hier aus die letzte Etappe
zurück anzutreten. Als Abschluss ging es dann noch mal mit wunderschönen
Landschaftseindrücken auf den Elbwiesen entlang.
Im
Ergebnis gab es zwar einen abgerissen Steigbügelriemen, ein wenig Muskelkater
bei den Reitern aber keine Bein- und Rückenprobleme bei den Pferden. Im
Gegenteil, unsere Pferde waren nach der knappen Woche nicht nur ausgeglichener,
sondern wir konnten auch eine kontinuierliche Verbesserung des Raumgriffes im
Schritt feststellen. Somit ist ein ähnlicher Ritt für 2011 schon wieder
eingeplant.
Auf
alle Fälle danken wir noch mal allen die uns so herzlich aufgenommen und
unterwegs beköstigt haben.
Cordula
Schladitz
|