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Tourenberichte

15- 17.06.2010
Distanzritt Dreiländer

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Text & Fotos
  von Cordula Schladitz

  

  Fotoalbum  



Drei Tage - drei Länder

Teilnehmer:

Ritwa Schwind, Ursula Tippmann, Katrin Wieczorek und Cordula Schladitz

sowie die drei Stuten: Mohra, Cheyenne und Grace und der Wallach Chamalan


Zu acht (vier Vertreter des weiblichen Geschlechts und vier Vollblutaraber im besten Alter) machten wir uns am 15. Juni auf den Weg, um die Landschaft um Torgau bezüglich der Reiteignung zu erkunden.

Erst am Ende des Rittes fiel uns auf, dass unsere 3-Tage-Tour gleich durch 3 Bundesländer geführt hatte.

Start war am 15. Juni in Loßwig bei Torgau. Leichte Bedenken bestanden im Vorfeld, wie die Pferde die Holzbohlenbrücke in ca. 10 Meter luftiger Höhe am Torgauer Hafen bewältigen würden.

Vorsichtig, aber ohne zu zögern ging es darüber. Auch die stark befahrene Elbbrücke war kein Problem und dann ging es etwa 12 km immer auf den Elbwiesen in Richtung Norden. Auf halber Strecke ließen wir den Pferden Zeit zum Grasen.

Unser Resümee -  zum Reiten vorzüglich geeignet.

Um unsere eigene Verpflegung hatten wir uns im Vorfeld nicht gekümmert. Da es aber immer wieder nette, hilfsbereite Leute gibt, bekamen auch wir bei Schäfer Hissung ein Wurstbrötchen auf die Hand. Dann ging es westlich entlang der Annaburger Heide bis Groß Naundorf.  Hier im Sächsisch-Anhaltinischem war die Übernachtung bei der Trakehnerzüchterfamilie Krause eingeplant. Voller Enthusiasmus aufgenommen, wurde am Grill über so manches Problemchen in Pferdezüchterkreisen diskutiert.

Die Pferde hatten inzwischen untereinander auch ihr Beziehungsgefüge geklärt, so dass es in trauter „Acht“samkeit am nächsten Morgen weiterging. Rund um die Annaburger Heide führte der Weg dann nach Brandenburg. Auf der Deckstation Kanitzky gab wieder Wasser für die Pferde. Von hier an hatten wir keine gute Karte mehr zur Verfügung, so dass es gefühlsmäßig durch die angrenzenden Wälder Richtung Rehfeld ging.

Ein wenig enttäuschend für uns war dann doch die Wegequalität. Die Hauptwege waren durchweg gesplittet und die meisten kleinen Nebenwege endeten irgendwo mitten im Wald. Mit etwas Ortskenntnis wäre es wohl auch auf schönen Wegen bis zum Hof vom Familie Röricht gegangen, aber die hatten wir eben nicht. Auf alle Fälle bekamen die Pferde eine schöne Koppel und wir erst mal etwas zu Trinken. Dann war Besichtigung der Trakehnerstuten mit Fohlen und des Marbacher Hengstes Pamir I angesagt.

Wegen der Bequemlichkeit fuhren wir zur Übernachtung dann doch nach Loßwig und erst am nächsten Morgen wieder nach Rehfeld, um von hier aus die letzte Etappe zurück anzutreten. Als Abschluss ging es dann noch mal mit wunderschönen Landschaftseindrücken auf den Elbwiesen entlang.

Im Ergebnis gab es zwar einen abgerissen Steigbügelriemen, ein wenig Muskelkater bei den Reitern aber keine Bein- und Rückenprobleme bei den Pferden. Im Gegenteil, unsere Pferde waren nach der knappen Woche nicht nur ausgeglichener, sondern wir konnten auch eine kontinuierliche Verbesserung des Raumgriffes im Schritt feststellen. Somit ist ein ähnlicher Ritt für 2011 schon wieder eingeplant.

Auf alle Fälle danken wir noch mal allen die uns so herzlich aufgenommen und unterwegs beköstigt haben.

Cordula Schladitz