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Tourenberichte

04.10.2008
Ritt Werchau

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Fotos
  von Susanne Rödl

Zum Vergrößern der Fotos bitte anklicken!
















 
Ritt Werchau am 04.10.2008

Och, heut hab ich aber viel zu schreiben!

Folgende Situation: Wollen im nächsten Jahr einen großen Sternritt machen, natürlich für ganz Brandenburg. Wenn das gut klappt, im Jahr danach, deutschlandweit! Mittelpunkt soll immer Werchau bei Herzberg/ Elster sein. Muß natürlich viel organisiert werden (Unterbringung Reiter/Pferd, Versorgung, Logistik, Erste Hilfe ...). Deswegen bitten wir von Anmeldungen und Anfragen zum jetzigen Zeitpunkt abzusehen. Es werden dann detaillierte Infos im Netz und in Tageszeitungen erfolgen. Auch RBB und MDR könnte informiert werden.

Um die Frau Rappolt auf Tauglichkeit für diese faszinierende Idee zu prüfen, führten wir am 4. 10. 2008 einen Wanderritt in und um Werchau durch.

Auf dem ersten, wie ich finde, sehr schönen Bild, seht ihr Uwe mit „Susi“. Auf den nächsten Bildern seht ihr das weiträumige Gelände bei Katrin, wo wir putzenderweise im Garten stehen. Nämlich, Katrin mit „Ceyenne“, Annett mit der lieben „Cora“, Susanne mit „Lord“ und die Chefin mit „Nico“.

Dann ging es los, quer über den Seradellenacker. Nico mit der Einstellung: „Ich bin jung und schön, ich brauch das nicht!“ Einige wilde Hopser und Drehungen, die dann die Mitreiter zu mitleidigen Blicken und kurzen Augenblicken des Schweigens zwingen. Doch Katrin, wie bei der Arbeit: durchsetzungsstark und unermüdlich.

Auf sehr schön federnden Waldwegen erreichten wir den „ Weihnachtsmannberg“. Man kann dort anklopfen und seinen Weihnachtswunschzettel abgeben. Leider hatten wir nichts zum Schreiben dabei, hätte uns die Katrin ja auch mal sagen können. Annett war an diesem Morgen sehr, sehr unglücklich. Tausend Pilze am Wegesrand und keinen Beutel dabei. Getröstet haben sie aber die optimalen Reitwege, die wir im „Schliebener Land“ vorfanden. Ratzbatz waren wir dann schon in Körba, wo wir sehr freundlich von der Familie Thielemann in der „Herberge am See“ aufgenommen wurden.

Familie Thielemann bietet an:
- Übernachtung mit Verpflegung
- Ausrichtung von Familienfeiern
- Fahrradverleih
- Programmgestaltung während des Aufenthaltes,
- Grillabende ,
- kleinster Saloon im Land Brandenburg u.v.m.

Von Körba aus könnte man folgende Ausflugsziele ansteuern:
- Waldschule Weidmannsruh,
- Lebusa – Kirche mit Silbermannorgel,
- die schöne Stadt Dahme mit Heimatmuseum,
- Schlieben mit den Weinkellern usw.

Familie Thielemann steht bei allen Fragen gern zur Seite. Internetseite lautet: www.Herberge-am-See.de , Tel. 035364/799894 oder 0151 15847535. Übrigens schreib ich Adressen und Telefonnummern nur auf, wenn es mir gut gefallen hat.

Auf den Fotos könnt ihr eine Gruppe Behinderter  aus Dahme sehen, die ebenfalls gerade zu Gast waren. Lustig war, wie Herr Thielemann mit seinem Kaffeetablett jongliert. Die schöne Dame am Tisch ist übrigens Frau Thielemann, die sich für uns extra in Gala geschmissen hat. Auf jeden Fall werden wir die „Herberge am See“ noch einmal anreiten.

Unsere Starfotografin Annett hat noch einige Panoramabilder von Körba gemacht, wo sie meinte, das muss noch sein. Wir ritten dann über die „Lebusaer Gutswiesen“, und das war dann der Augenblick, wo das Wanderreiterherz anfing, höherzuschlagen. Eine wunderschöne Allee, ein kleiner Schloßteich, dicke, große, alte Bäume.
Auf einem Foto seht ihr einen Gedenkstein, für den letzten Gutsbesitzer von Lebusa, errichtet durch seinen Sohn, Herrn Dr. Alfred William Bretschneider, welcher 1945 von russischen Truppen ermordet wurde. Leider konnte ich dazu keine weiteren Hinweise finden. Auf dem nächsten Foto zwei Möchtegernpferde, wovon ich das rechte nehme.

Und dann, unsere Reiterherzen konnten es kaum fassen, Schluchten, was hübsches zum Klettern und nette Sprünge, die entweder von der letzten Fuchsjagd übriggeblieben sind oder durch die Sportfreunde aus Lebusa genutzt werden. Danke nochmal!

Wir erreichten dann unser Hauptziel, die „Freilebener Hölle“, östlich der Siedlung Freileben.
Besonderheit ist das natürliche Inselvorkommen der Rotbuche außerhalb ihres heutigen geschlossenen natürlichen Verbreitungsgebietes. Das Bestandesmittelalter der Rotbuchen, mit Relikten vereinzelt beigemischter Traubeneichen, ist über 16O Jahre alt. Einzelne Altbuchen haben ein Alter von über 200 Jahren erreicht.

Die Traubeneiche ist infolge der Eichenwelke fast gänzlich verschwunden. Es dominiert ein einschichtiger, von der Rotbuche beherrschter Hallenwald, der in seiner Art in unserer Region mit sensationellen Dimensionen aufwarten kann. So beträgt die Bestandsmittelhöhe 36 m und der Vorrat durchschnittlich 620 Festmeter je ha. Die Ehrfurcht gebietenden Stämme lassen mit ihren gewaltigen Kronen kaum das Sonnenlicht hindurch, so dass die Ortsbezeichnung „Die Hölle“ ihren Namen verdient, und hier ein jeder respektvoll einer heimatlichen Rarität begegnen kann.

Auf der Rücktour kamen wir an eine Wegschneise, wo wir nicht so recht weiterwussten. Dabei konnten wir erkennen, wie wichtig es ist, wenn einer die Karte im Netz heraussucht und druckt, ein anderer den ihm am schönsten erscheinenden Weg einzeichnet, einer die Karte samt Kartentasche entgegennimmt und an den nächsten übergibt, und der dann die Karte die ganze Zeit über trägt und sie nicht ließt.

Umso verwunderlicher ist es, wenn man dann doch auf den vorher gedachten Weg gelangt. In Katrins Wohnküche haben wir dann noch mal Resümee gezogen und unseren Segen für die großen Ritte im nächsten und übernächsten Jahr gegeben. Die Reitwegesituation ist ja unerschöpflich. Liebe Katrin, wir freuen uns schon sehr, wenn Du eventuell Hilfe brauchst, wende Dich an uns!