Spontanritt am 20. Juli 2008 im Kemlitz!
Bei unserem letzten „Begutachtungs- und
Integrationsritt“ in Dob.-Kirchhain sagte Anett:
„Mensch, man müsste mal so einen richtigen Spontanritt
machen“. Und da ich ja eine kleine Indianerin bin und
Ludwig Leichhardt (leider auf mysteriöse Weise
verschollen) schätze, war ich für diese Idee sehr
aufgeschlossen. Habe mir Kemlitz bei Dahme ausgesucht,
weil dort ein riesiges Waldgebiet ist, nämlich die
„Rochauer Heide“.
Habe dann bei Lutz Müller, Chef vom Reiterhof Kemlitz,
angerufen, und der hat gesagt, das klappt. Leider habe
ich mir das mit meinen Wanderreitfreuden etwas einfacher
vorgestellt, denn da hat es nicht geklappt. Mich selbst
bedauernd war meine Stimmung auf dem Tiefpunkt, doch
dann rief Sandy an und sagte zu. Es sind dann doch noch
etliche Reiter zusammengekommen, was mich sehr froh
gemacht hat. Nämlich:
Berittführer Uwe Rittmann auf „Antaris“, Sandy auf „Nell“,
Detlef auf „Xerxes“, Tini auf „Luise“, Katrin auf „Ceyenne“,
Kai auf „Dunja“, Bettina auf „Rimini“, Annett auf „Cora“
und Susi auf „Lord“.
Pünktlich konnte uns Uwe auf dem Reiterhof in Empfang
nehmen. Das ist sehr erfreulich, denn es ist eine ganz
schön weite Strecke zu fahren. Ich danke Euch noch mal
allen, das Ihr gekommen seid.
Der Reiterhof Kemlitz bietet spezielle Angebote für
Kinder, Jugendliche und Schulklassen, also
abenteuerliche Reiterferien.
Der Reiterhof ist: behindertenfreundlich!,
Wanderreitstation, es werden geführte Ausritte
angeboten, man kann eine Kutsch- oder Kremserfahrten
machen, Reiter und Pferde werden qualifiziert
ausgebildet, es gibt eine Reithalle, es werden Pferde
gezüchtet, es gibt einen Pferdepensionsbetrieb und es
wird Beherbergung angeboten.
Die Kinder können sich dort richtig austoben, denn es
ist viel Platz. Leider ist das Gutshaus dem Verfall
preisgegeben. Da tut mir das Herz weh, wenn ich das
sehe! Es sollte wohl schon lange renoviert werden, aber
die Mühlen der Bürokratie......
Wir ritten nun also los durch wunderschöne, alte
Mischwälder. Natürlich gab es die eine oder andere
Reiberei (zwischen den Pferden) und Sandy verlor gleich
erst einmal ihr „Elefantenkondom“. Am Tag zuvor hatten
wir nämlich sehr schlechtes Wetter, und alle waren auf
Regen eingestellt.
549 ha umfasst das Kerngebiet des NSG Rochauer Heide
im Westen des Naturparks. Der Wald war auch hier im
Hochmittelalter nicht zerstört worden (Reliktwald). Es
gibt dort Mufflons (leider keines gesehen), und das
Auerhuhn soll, oder ist dort angesiedelt worden (auch
keines gesehen). Wir erreichten dann die „Dahme-Quelle“,
welche zwar sehr nett gelegen ist, aber auch alles
andere hätte sein können, da fast kein Wasser aus dieser
Quelle sprudelte. Entlang des Endmoränenzuges ritten wir
in Richtung des Forsthauses Rochau (dort werden
Holzhäuser hergestellt), überquerten die B 87 und dann
Richtung Schwarzenburg. Im „Wilden Eber“ nahmen wir, wie
schon so oft, unser Mittagessen ein.
Auf unserer Rücktour, die B 87 wieder überquerend,
erreichten wir Altsorgefeld. Für jemanden, der es ganz
einsam mag, genau der richtige Ort. Im übrigen hat man
unterwegs Gelegenheit, einen Waldlehrpfad zu besuchen.
Möchte noch erwähnen, dass wir diesmal drei Männer im
Team hatten. Detlef, Uwe musste mit, und Kai. Das ist
sehr löblich. Weiter so.
In Kemlitz wieder angekommen, versorgten wir zuerst
unsere Pferde. Und dann, welches Glück, der Kaffeetisch
wurde für uns gedeckt! Uwe und Herr Müller (kurzfristig
von der Störtebecker-Veranstaltung eingeflogen) haben
sich für uns ins Zeug gelegt. Das hat mir sehr gut
gefallen, ich möchte, das wir das immer so machen.
Meine Neugier ist natürlich nicht befriedigt, es gäbe
bestimmt noch sehr viel zu sehen, aber an einem Tag
schafft man natürlich wenig. Wir bedanken uns jedenfalls
recht herzlich beim „Reiterhof Kemlitz“.
Der nächste Wanderritt ist schon geplant. Er wird
organisiert von „Kai, der mit der Dunja kämpft“. Wir
können uns freuen auf: eine Lichtung mitten im Wald in
wunderschönen Farben (falls er sie noch findet), Europas
größte Hügelgrabanlage, eine urige Kneipe, sehr viel
Wasser und natürlich auf Kai „der ganz cool mit der
Dunja kämpft“. Kai, wir brennen schon......
Und nie endete ein Wanderreitbericht schöner.....
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