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Tourenberichte

27.07.2008
Ritt Kemlitz

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Fotos & Bericht
  von Susanne Rödl

Zum Vergrößern der Fotos bitte anklicken!





 

 
Spontanritt am 20. Juli 2008 im Kemlitz!

Bei unserem letzten „Begutachtungs- und Integrationsritt“ in Dob.-Kirchhain sagte Anett: „Mensch, man müsste mal so einen richtigen Spontanritt machen“. Und da ich ja eine kleine Indianerin bin und Ludwig Leichhardt (leider auf mysteriöse Weise verschollen) schätze, war ich für diese Idee sehr aufgeschlossen. Habe mir Kemlitz bei Dahme ausgesucht, weil dort ein riesiges Waldgebiet ist, nämlich die „Rochauer Heide“.

Habe dann bei Lutz Müller, Chef vom Reiterhof Kemlitz, angerufen, und der hat gesagt, das klappt. Leider habe ich mir das mit meinen Wanderreitfreuden etwas einfacher vorgestellt, denn da hat es nicht geklappt. Mich selbst bedauernd war meine Stimmung auf dem Tiefpunkt, doch dann rief Sandy an und sagte zu. Es sind dann doch noch etliche Reiter zusammengekommen, was mich sehr froh gemacht hat. Nämlich:
Berittführer Uwe Rittmann auf „Antaris“, Sandy auf „Nell“, Detlef auf „Xerxes“, Tini auf „Luise“, Katrin auf „Ceyenne“, Kai auf „Dunja“, Bettina auf „Rimini“, Annett auf „Cora“ und Susi auf „Lord“.

Pünktlich konnte uns Uwe auf dem Reiterhof in Empfang nehmen. Das ist sehr erfreulich, denn es ist eine ganz schön weite Strecke zu fahren. Ich danke Euch noch mal allen, das Ihr gekommen seid.

Der Reiterhof Kemlitz bietet spezielle Angebote für Kinder, Jugendliche und Schulklassen, also abenteuerliche Reiterferien.
Der Reiterhof ist: behindertenfreundlich!, Wanderreitstation, es werden geführte Ausritte angeboten, man kann eine Kutsch- oder Kremserfahrten machen, Reiter und Pferde werden qualifiziert ausgebildet, es gibt eine Reithalle, es werden Pferde gezüchtet, es gibt einen Pferdepensionsbetrieb und es wird Beherbergung angeboten.

Die Kinder können sich dort richtig austoben, denn es ist viel Platz. Leider ist das Gutshaus dem Verfall preisgegeben. Da tut mir das Herz weh, wenn ich das sehe! Es sollte wohl schon lange renoviert werden, aber die Mühlen der Bürokratie......

Wir ritten nun also los durch wunderschöne, alte Mischwälder. Natürlich gab es die eine oder andere Reiberei (zwischen den Pferden) und Sandy verlor gleich erst einmal ihr „Elefantenkondom“. Am Tag zuvor hatten wir nämlich sehr schlechtes Wetter, und alle waren auf Regen eingestellt.

549 ha umfasst das Kerngebiet des NSG Rochauer Heide im Westen des Naturparks. Der Wald war auch hier im Hochmittelalter nicht zerstört worden (Reliktwald). Es gibt dort Mufflons (leider keines gesehen), und das Auerhuhn soll, oder ist dort angesiedelt worden (auch keines gesehen). Wir erreichten dann die „Dahme-Quelle“, welche zwar sehr nett gelegen ist, aber auch alles andere hätte sein können, da fast kein Wasser aus dieser Quelle sprudelte. Entlang des Endmoränenzuges ritten wir in Richtung des Forsthauses Rochau (dort werden Holzhäuser hergestellt), überquerten die B 87 und dann Richtung Schwarzenburg. Im „Wilden Eber“ nahmen wir, wie schon so oft, unser Mittagessen ein.

Auf unserer Rücktour, die B 87 wieder überquerend, erreichten wir Altsorgefeld. Für jemanden, der es ganz einsam mag, genau der richtige Ort. Im übrigen hat man unterwegs Gelegenheit, einen Waldlehrpfad zu besuchen. Möchte noch erwähnen, dass wir diesmal drei Männer im Team hatten. Detlef, Uwe musste mit, und Kai. Das ist sehr löblich. Weiter so.

In Kemlitz wieder angekommen, versorgten wir zuerst unsere Pferde. Und dann, welches Glück, der Kaffeetisch wurde für uns gedeckt! Uwe und Herr Müller (kurzfristig von der Störtebecker-Veranstaltung eingeflogen) haben sich für uns ins Zeug gelegt. Das hat mir sehr gut gefallen, ich möchte, das wir das immer so machen.

Meine Neugier ist natürlich nicht befriedigt, es gäbe bestimmt noch sehr viel zu sehen, aber an einem Tag schafft man natürlich wenig. Wir bedanken uns jedenfalls recht herzlich beim „Reiterhof Kemlitz“.

Der nächste Wanderritt ist schon geplant. Er wird organisiert von „Kai, der mit der Dunja kämpft“. Wir können uns freuen auf: eine Lichtung mitten im Wald in wunderschönen Farben (falls er sie noch findet), Europas größte Hügelgrabanlage, eine urige Kneipe, sehr viel Wasser und natürlich auf Kai „der ganz cool mit der Dunja kämpft“. Kai, wir brennen schon......

Und nie endete ein Wanderreitbericht schöner.....