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Tourenberichte

14.12.2008
Adventstreffen Biehlen

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Fotos & Bericht
  von Susanne Rödl

Zum Vergrößern der Fotos bitte anklicken!






 

 
Piffpaffpuff am 14.12.2008 in Biehlen

An einem Sonntagnachmittag traf sich der „ harte Kern“ bei Uli zum Bildergucken, Fohlistreicheln, Stolleessen und „intelligent“ reden. Der „harte Kern“ war mehr eine Kernspaltung, aber eigentlich nur zwei Ionen, nämlich Annett und Susanne. Schade. Ihr könnt Euch aber alle ganz doll ärgern, es war nämlich ein ganz toller Nachmittag und Abend.

Mit der großen Reisetasche (Inhalt: 500 Fotos, kein einziges ohne Pferd) reisten wir in Biehlen an. Im leichten Sonntagsschlürfschritt betraten wir den Schießstand, wo wir sofort von Uli, Dieter und Christiane in Beschlag genommen wurden. Es sollte gleich losgehen mit Ballaballa, denn so ein Schießnachmittag braucht seine Zeit. Eigentlich hatte ich meinen Kick erst am Sonnabendnachmittag bei der Springstunde mit Sigi Pohl und „Lordrose“, aber das Herz des Menschen soll ja mindestens einmal am Tag kräftig schlagen.

Es erfolgten jetzt die ersten Anweisungen. Das war ja schon mal ganz komisch, sonst geben wir nämlich immer die Anweisungen. Nunja, man muß lernen, sich anzupassen!

Perkussionsgewehr (Plainsriffle) und –pistole wurden vorbereitet. Da sind nämlich noch einige Handgriffe zu tätigen, ehe es losgeht, das hat dann so was rituelles. Ist ähnlich Pferd putzen, bevor es geritten wird.

Dann durften wir ballaballa machen. War aber nix mit ballaballa. Gewehr und Pistole feuern mit so einer Kraft und Schnelligkeit, das man denkt, das was man in der Hand hält, kommt einem gleich wieder um die Ohren geflogen. Damit haben wir bei weitem nicht gerechnet. Aber wir sind sehr glücklich, das wir es mal ausprobieren durften. Wir konnten auf Scheibe und Schwein schießen, und haben uns dann unsere Ergebnisse angeschaut. Sah für das erste Mal ganz gut aus, und es soll wohl auch noch eine Urkunde geben. Insgesamt ein sehr interessantes Hobby. Hat Spaß gemacht , und wann findet man das schon, das sich zwei Männer so viel Zeit für einen nehmen.

Danach fuhren wir auf Marschka`s Ranch, und schauten uns Fohli „Baron“ an. Mama ist „Lacey“, ein echter Foxtrotter, wovon es in Europa ca. nur 480 gibt, davon 320 in Deutschland. Missouri Foxtrotter sind ausgeglichene, trittsichere, genügsame, menschenbezogene Familienpferde mit viel Freude an der Arbeit. Sie gehen mit den Vorderbeinen Schritt und traben mit den Hinterbeinen. Dieser extrem sichere Gang überträgt auf den Reiter kaum eine Bewegung und verhindert eine schnelle Ermüdung der Pferde. Die MF können zudem einen schnellen, flachen Schritt (Flatfoot Walk) gehen und einen sehr angenehmen Galopp. Spitzname ist „Cowboys Rolls Royce“.

Uli hat „Baron“ schon in seinen ersten Lebensstunden mit Berührungen aller Art vertraut gemacht. Z. Bsp. kann er ihn an den Ohren ziehen oder darin rumbohren. Mit „Lord“ könnte ich das nicht machen, dem sind seine Ohren heilig. Ihr könnt auf den Fotos auch den neuerbauten „Fressstand“ sehen. Uli kann bequem mit dem Traktor bestücken. Schöne Arbeitserleichterung, und das Futter liegt immer trocken.

Dann ging es zum Stolleessen und intelligent reden. Mutter Marschka schwört auf ihren Plätzchenteig, der unbedingt durch den Wolf gedreht werden muß. Man nehme: 3 Pfund Mehl, 2 Pfund Butter und 1 Pfund Zucker.

Zu später Stunde verließen wir samt Reisetasche und 500 unbesehenen Fotos Biehlen und fuhren auf dem neuen Highway gen Heimat. Fazit: Obwohl wir nicht geritten sind, war es trotzdem sehr schön!

SR