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Tourenberichte

08.09.2007
Herbstritt Doberlug

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Artikel & Fotos
  von Susanne Rödl und
  Katrin Wieczorek






 

 

 
Ritt in den Herbst Doberlug-Kirchhain

08.09.2007 Katrin´s Ritt in den Herbst Doberlug-Kirchhain
Schön ist, wenn man jeden Monat einen Wanderritt machen kann.
So war nach Biehlen am 8. September 2007 Doberlug-Kirchhain dran. Unsere neue Chefin, Katrin Wieczorek, hatte eingeladen. Wir trafen uns in der Waldhufenstrasse – dort hat Katrin ihre Koppeln. Nebenan ist eine nette kleine Siedlung direkt am Wald gelegen.
Nicht weit entfernt von dieser Siedlung beginnen die Liegenschaften der Bundeswehr. Zu Jahresbeginn wurde der Standort aber geschlossen und jetzt ist alles leer: Unterkünfte, Stadion, Schießplatz, Wald und Heide…

Wir trafen uns also am Samstagmorgen bei Sch..wetter. Irgendwie war das doof, denn das ganze Jahr über waren wir bei unseren Ritten mit tollem Wetter verwöhnt worden.

Gekommen waren:
· Katja Lehmann auf Berstein
· Bettina Marsch auf Rimini
· Katrin Wieczorek auf Baltica
· Kristin Wieczorek auf Lisa
· Cordula Schladitz auf Grace
· Rebecca Merkel auf Grisaja
· Annett Giebert auf Moni
· Susanne Rödl auf Lord

Eben ein buntes Reitervölkchen mit kleinen und großen Pferden. Toll fand ich Cordula und Rebecca auf Grace und Grisaja. Beide Pferde sind von Cordula selbstgezogene Vollblutaraberstuten, wunderschön und sehr gut ausgebildet. Diese Rasse ist ja bei uns nicht so oft zu finden und vor allen Dingen so gut vorgestellt. Katrin hatte Baltica unter dem Sattel: Sandy Konviarz-Schmeil konnte leider verletzungsbedingt nicht mit ihrem Pferd mitreiten. Sie hat für uns den Gepäcktransfer übernommen, was ich super fand. Sandy, du bist die Beste!!! Ein herzliches Dankeschön noch mal an „Balti“ von Katrin: Sie ist zuverlässig, brav und fleißig! Unser Wanderritt führte uns von Kirchhain durch die Prießener Heide nach Frankenhain. Meist durch Kiefernforst des ehemaligen Übungsgebietes der Bundeswehr, was mir persönlich recht trist erschien. Dort sollte eigentlich der große Waldumbau schon lange vorbei sein, aber bis jetzt hat sich noch nicht viel getan. Für Besucher empfehle ich näher am NSG „Weißhaus“ zu reiten: Dort gibt es herrliche alte Buchenbestände. Geritten sind wir auf wunderbaren Reitwegen, was uns für das sehr feuchte Wetter entschädigt hat. Kurz vor Frankenhain kamen wir aus dem Wald und hatten einen herrlichen Blick auf das Niedermoor „Fichtwald“. Es ist das größte zusammenhängende Niedermoor im südlichen Brandenburg. Beeindruckend war der federnde Boden unter den Pferdehufen, die moortypischen Pflanzen und der Bauchumfang der dort residierenden Mutterkuhherden. Weiter ging es in Richtung Stechau zum Mittagessen. Dort hätten wir um ein Haar Direktkontakt mit einer Mutterkuhherde gehabt, als wir fröhlich die Gaststätte über die hinter dem Anwesen liegende Wiese betraten. Das hätte ins Auge gehen können! Wir haben uns schnell einen anderen Weg gesucht und durften damit einen kleinen Abstecher durch den Schlosspark mit unseren Pferden machen. – Es war ja schließlich genau zum Wanderritt „Tag des offenen Denkmals“. Das Stechauer Schloss – wunderschön nach der Restaurierung und die Sommermusiken sind ja mittlerweile schon überregional bekannt. Auf unserem Rückweg über Dübrichen ist uns noch einmal recht warm geworden, nachdem die Mittagsrast doch sehr verregnet war. Insgesamt betrug die Strecke 31 km und war sehr gut zu reiten.

Als wir Katrins Koppel fast erreicht hatten, erfreute uns das Pferd von Tini (Kristin), kurzerhand umgetauft in „Frl. Pachtmann“ – nach dem Vorbesitzer – noch mit einer Showeinlage. Das war so schön anzuschauen, liebe Tini, du hättest stundenlang so weitermachen können! Solltest Du mal Zeit finden, dann kannst Du bestimmt mit „Frl. Pachtmann“ bei der „Appassionata“ anheuern!

Nach Kaffee und Blaubeerkuchen und wunderbaren Knoblauch-Hackepeterbrötchen auf der Koppel traten dann alle zufrieden die Heimreise an.

Eines liegt mir noch am Herzen:
Männer in „Elbe-Elster“, wo seid ihr?
Denkt ihr, wir quatschen nur über Kochrezepte und reiten im Schritt?
Wir galoppieren und springen auch mal, wenn es sich anbietet.
So, jetzt meldet euch!

Zur Situation "Männer" noch eins: Es waren ja schon zwei. Ansonsten: "Ich habe immer noch das Bild von Kevin Costner in feurigem Galopp an der Wand... Das tröstet!"