Herbstritt Borschütz
Überschrieben war der Ritt:
„Die Fuchsjagden sind in vollem Gange!
Die Jagdhörner tönen durch die Wälder,
die Hundemeute bellt … und wir sind nicht dabei.
Wir reiten abseits von diesem Getöse gemütlich durch die
Elbaue…“ Das hast Du sehr schön geschrieben, liebe
Anett, und trifft den Punkt! Ab 8.00 Uhr füllte sich
bei Anett die Pferdekoppel mit Anhängern, so dass man
denken konnte, dort wird ein Verleih eröffnet. Dabei
waren diesmal:
· Vanessa Hönicke – Erik
· Cindy Nixdorf – Edeltraut
· Susanne Weigelt – Roxy
· Bettina Marsch – Rimini
· Yvonne Wodars – Spirit
· Kerstin Gorisch – Lokka
· Ullrich Marschka – Filou
· Katrin Rappolt – Nico
· Kathrin Müller – Spike
· Karolin Wieczorek – Masoudah
· Kristin Wieczorek – Lisa
· Adeline Sieste – Loftstedn
· Anett Jeske – Moni
· Susi Rödl – Lord
· Uwe Pluta – Orsuno
· Angela Berger – Napoleon Da es ein ziemlich kühler
Morgen war, hatte ich mich natürlich nach dem
Zwiebelprinzip gekleidet. Angesichts der Anzahl der
Pferdeanhänger sahen Anett und ich uns recht sorgenvoll
an und für mich war klar: Ich lege erst einmal eine
Jacke ab! Nach Kaffee, Brötchen und Kuchen, natürlich
von „Raddatz“, wurde geputzt und gesattelt. Dann ging es
ohne Komplikationen in Richtung Elbe. Nico mit Katrin
Rappelt bildeten das Schlußlicht. Nico ist momentan bei
Anett Jesske zur Ausbildung und Katrin hat Gefallen an
ihm gefunden und wird ihn jetzt kaufen. Für Nico war
es der erste Wanderritt und Freundin Moni an der Spitze…
huh, gruselig! Anzumerken wäre, dass die Leute, die an
der Spitze reiten, besser auf die Leute achten müssen,
die hinten reiten. Ist doch klar, dass ein junges Pferd
mit dem Tempo noch nicht so mitkommt. Schön ist auch,
wenn alle mit Reitkappe reiten. Zerstört die Frisur, ist
aber ungemein beruhigend für den Veranstalter und kann
Leben retten! Wir ritten also elbaufwärts inmitten
wunderschöner Natur. Geschnitten wurde der Ort Kreinitz,
in dem sich 1945 die Alliierten trafen. Das war nämlich
garnicht in Torgau. Aber wahrscheinlich ist es
publikumswirksamer wegen des Schlosses und so! Dafür
sind wir jetzt wieder ein bisschen schlauer! Weiter
ging es, immer schön an der Elbe entlang nach
Lorenzkirchen. Dort findet jährlich der überregional
bekannte „Lorenzmarkt“ statt. Frecherweise haben wir das
Marktgelände gleich für ein Galöppchen genutzt.
Komischerweise verlief das auch wieder komplikationslos…
Irgendwie habe ich das aus meiner Reitschulzeit ganz
anders in Erinnerung. Da war ich schon glücklich, wenn
ich am Waldanfang nachgegurtet hatte. Über Tschepa
ging es nach Gohlis. Und, welch Ungemach, der Chef der
Gaststätte nicht da! Mittägliche Verpflegung erfolgte
durch die Ehefrau, Herr Mecus war in Sachen Pferde
unterwegs. Da ist uns an Berichterstattung Etliches
verloren gegangen. Herr Mecus, wir hoffen, das war die
letzte Abwesenheit! Übringens war Gohlis beim letzten
Jahrhunderthochwasser vollkommen überflutet. Jetzt sieht
es wieder picobello aus. Unser Rückweg führte uns
durch die „Gohrische Heide“. Jacobsthal, was wir schon
aus vorherigen Wanderungen ganz gut kennen, liegt an der
alten „Deutschen Salzstrasse“. Gesehen haben wir dieses
mal auch den „Lauseberg“, welcher am Ortseingang liegt
und über 100 m hoch ist. Ganz toll fand ich eine
große, alte Eiche im Ortskern, welche einen massiven
Unterbau hatte. So Etwas findet man bei uns überhaupt
nicht mehr. Vielleicht wird dieser Baum als Tanzbaum
genutzt? Wäre mal interessant, das zu wissen. Durch
Fichtenberg sind wir auch geritten. Ist aber nicht
erwähnenswert. Anett meinete: „Fichtenberg, wo weder
Berg noch Fichte steht!“Letztes „Highligth“ vor unserer
„Kgl. Domäne Borschütz“ war eine Schafherde mit zwei
sehr agilen Hütehunden, die unseren Pferden mächtig
Angst machten. Am „Anhängerverleih“ angekommen, gab es
erst einmal Kaffee und Kuchen, ein Schwätzchen noch und
dann Aufladen und Aufbruch. Insgesamt ein sehr schöner
Ritt und Kompliment an Alle, dass alles so reibungslos
abgelaufen ist. Das hat Spaß mit Euch gemacht! |