Glühweintraditionsweihnachtsritt Biehlen
Am 18. 12. 2007 trafen wir uns nun schon zum dritten
mal zum Weihnachtsritt in Biehlen. Da kann man doch
schon von einer Tradition sprechen, oder?
Angereist waren: Katrin Wieczorek mit Luise (ich
weigere mich, sie Lisa zu nennen), Susanne Rödl mit
Lord. Gastreiter waren: Annett Jesske mit Blacky
(ähnlich « Black Beauty », nur etwas kleiner), Katrin
Warlich mit „Kall Dall“ (nicht verwandt oder
verschwägert mit Fernsehgröße, hat aber ebenso den
Schalk im Nacken). Gastgebercrew: Madlen Drasdo mit
„Dakota“, Thomas mit „Isi“ (Thomas, kaufe sie! Ihr passt
so gut zusammen!), Chef Uli natürlich mit „Filou“.
Nach ordnungsgemäßem Putzen und Satteln, sowie
ordnungsgemäßer Einnahme von einem „Bügelschluck“ ging
es in geruhsamer Runde durch Wald und Flur in und um
Biehlen. Diesmal eine neue Strecke! Da sage mal einer,
Sport bildet nicht! Noch etwas haben wir dazugelernt:
„Auch ein Isländer kann die Gemeine Schimmelschraube
beherrschen!“ Es handelt sich hierbei um eine
hinterrücks, sehr schnelle Ganzkörperdrehbewegung.
Letztere ist pferdephysiogonomisch sehr anspruchsvoll
und kommt irgendwoher aus der Dressurreiterei der
gehobenen Klasse. Man konnte, wie gefordert, die
minimale Hilfegebung beobachten, und dann führt das
Pferd die Übung allein aus. So soll es ja sein!
Zusammenspiel Reiter/Pferd ist wichtig!
Ansonsten möchte ich noch anmerken, das mir lange
nicht mehr so kalt war, wie an diesem Tag. Muss mal den
Kevin (Costner) anrufen, wie er das so macht, wenn er
tagelang im Sattel sitzt. Aber im Film ist ja sowieso
alles anders. In Wahrheit hatten die wahrscheinlich auch
etliche erfrorene Gliedmaßen. Jedenfalls war ich
heilfroh, als wir Uli`s Schießstand gegen (Nach)Mittag
erreichten. Für die Unterbringung der Pferde war wie
immer bestens gesorgt, und wir wurden durch die Familie
Marschka bestens versorgt.
Die Rücktour haben wir ein wenig verkürzt, denn wir
sind zugegebenermaßen doch ein paar kleine Weicheier.
Sehr lecker war auch wieder das Abendessen in dieser
wunderschönen Gaststätte in Biehlen.
Abschließend möchte ich noch von einigen wundersamen
Begegnungen und Beobachtungen berichten, die man nur in
Biehlen machen kann. Da wäre zum einen dieser wunderbare
Glühwein von Frau Marschka, den man auf jeden Fall nur
selber machen kann, und der das Prädikat „Hervorragend“
verdient. Des Weiteren nahmen wir beim Putzen einen
Herren mit einem silbernen Aktenköfferchen wahr. Dieser
Herr wurde uns nicht vorgestellt, und verließ schnellen
Schrittes wieder den Hof. Außerdem sah ich mehrere
vergitterte „Käfige“, die ich so nur aus sehr alten
Filmen kenne. Bei der Heimfahrt begegneten uns kurz
hinter Mexiko ein paar Pferde, die nicht eingekoppelt
waren. Handelt es sich hierbei um die sogenannte „Freie
Tierhaltung“ oder um unterirdische Stromführung? Von
dieser Art der Einkoppelung habe ich auch schon einmal
etwas gelesen, wusste aber nicht, das diese Methode sich
durchgesetzt hat. Nachwort: Mit Traditionen soll man
ja nicht brechen! Wir kommen nächstes Jahr wieder! |